"Ich möchte nicht mit dieser Kastenwelt sprechen."
Diesen Satz sagte einmal ein autistischer Junge, der nicht sprechen wollte, nicht weil er es nicht konnte, sondern weil er es nicht wollte. Er blieb hängen. Nicht, weil er laut war, sondern weil er so ehrlich und authentisch war.
Kastenwelt - was ist mit den Kindern, die anders sind?
Eine Welt voller Schubladen. Voller Normen. Voller Erwartungen.
Eine Welt, in der Kinder möglichst ruhig sitzen, aufmerksam zuhören und sich anpassen sollen.
Doch was ist mit den Kindern, die anders sind?
Mit den Kindern, die ständig aufstehen, weil ihr Körper Bewegung braucht? Mit denen, die jede Regel hinterfragen? Mit den stillen Kindern, die sich in ihre eigene Welt zurückziehen? Oder mit denen, deren Ängste so gross werden, dass jeder Schultag zur Herausforderung wird?
Sind sie wirklich "schwierig" – oder passen sie einfach nicht in unsere Kastenwelt?
Wenn Schule mehr Kraft kostet als Lernen
Bewegung ist nicht der Gegner von Konzentration.
Für viele Kinder ist Bewegung Teil ihrer Konzentration.
Hinter dem Verhalten steckt oft mehr
- Kinder mit ADHS, Kinder im Autismus-Spektrum oder Kinder mit starken Ängsten erleben die Welt häufig intensiver.
- Geräusche können überwältigend sein.
- Veränderungen verunsichern.
- Emotionen fühlen sich riesig an.
Manchmal wird aus dieser Überforderung Wut. Manchmal Rückzug. Manchmal Unruhe.
Das Verhalten ist oft nicht das eigentliche Problem – sondern ein Ausdruck dessen, was im Inneren des Kindes geschieht.
Nicht jedes Kind braucht dieselbe Unterstützung
ADHS und Autismus sind unterschiedliche neuroentwicklungsbedingte Ausprägungen. Jedes Kind bringt seine eigene Persönlichkeit, seine eigenen Stärken und seine ganz eigenen Herausforderungen mit.
Deshalb glaube ich nicht an Schubladen.
Auch in der homöopathischen Begleitung steht für mich nicht die Diagnose im Mittelpunkt, sondern der Mensch.
Ich frage nicht zuerst: "Hat dieses Kind ADHS?"
Ich frage:
- Wovor hat dieses Kind Angst?
- Was belastet es?
- Wie erlebt es seine Umwelt?
- Was gibt ihm Sicherheit?
- Wo liegen seine Ressourcen?
- Was tut ihm gut, was mag er gerne?
Ganzheitliche Begleitung mit Homöopathie
Die Homöopathie versteht sich dabei als individuelle Begleitung.
Sie ersetzt keine schulische Unterstützung, keine psychologische oder medizinische Behandlung und keine sorgfältige Diagnostik.
Sie kann jedoch – je nach Situation – Teil eines ganzheitlichen Betreuungskonzeptes sein, dass das Kind in seiner Einzigartigkeit in den Mittelpunkt stellt.
Unsere Kinder wollen nicht perfekt sein
- Sie möchten verstanden werden.
- Sie möchten nicht ständig hören, dass sie zu laut, zu sensibel, zu langsam oder zu wild sind.
- Sie möchten dazugehören, ohne sich verbiegen zu müssen.
Viele Kinder entwickeln mit der Zeit grosse Ängste.
- Die Angst, wieder aufzufallen.
- Die Angst, Fehler zu machen.
- Die Angst, nicht gut genug zu sein.
Gerade diese Gefühle verdienen unsere Aufmerksamkeit.
Und kann mit der Homöopathie gut unterstützt und begleitet werden.
Vielleicht müssen wir nicht unsere Kinder verändern
Vielleicht braucht unsere Gesellschaft weniger Kästchen und mehr Verständnis.
- Mehr Bewegung statt ständiges Stillsitzen.
- Mehr Neugier statt vorschneller Bewertungen.
- Mehr Empathie statt Etiketten.
Denn jedes Kind trägt etwas Besonderes in sich.
Manchmal braucht es einfach Erwachsene, die bereit sind, hinter das Verhalten zu schauen.
Vielleicht ist genau das der erste Schritt heraus aus der Kastenwelt.
Freudig dem Schulstart entegegen
Nicht allen fällt der Schulstart einfach.
Eine ganzheitliche, homöopathischen Begleitung als Teil eines Betreuungskonzeptes stellt das Kind und seine Einzigartigkeit in den Mittelpunkt.
Gerne begleite ich mit meiner langjährigen Erfahrung.
Damit der Schulstart gelingt und Schule Freude macht!
